Anleitung · Shopware

Microsoft Clarity DSGVO-konform in Shopware 6 einbinden

Schritt für Schritt – mit Cookie-Consent, Heatmaps und E-Commerce-Tracking. In wenigen Minuten eingerichtet.

Du weißt, dass Kunden im Checkout abspringen – aber nicht warum? Microsoft Clarity zeigt es dir: mit Session Recordings und Heatmaps, die jede echte Nutzersitzung sichtbar machen. Und das Beste: Clarity ist komplett kostenlos. In dieser Anleitung bindest du Clarity in wenigen Minuten DSGVO-konform in deinen Shopware-6-Shop ein.

Was ist Microsoft Clarity – und warum für Shopware?

Microsoft Clarity ist ein kostenloses Web-Analyse-Tool, das drei Dinge liefert, die klassische Statistiken nicht zeigen: Session Recordings (Videos echter Besuche), Heatmaps (wo geklickt und gescrollt wird) und automatische Insights wie „Rage Clicks“ oder „Dead Clicks“. Für Shopware-Händler ist das Gold wert: Du siehst genau, an welcher Stelle im Kaufprozess deine Kunden hängenbleiben.

Voraussetzungen

Schritt 1: Clarity-Projekt anlegen

Melde dich unter clarity.microsoft.com an und leg ein neues Projekt an. Vergib einen Namen und trag deine Shop-URL ein. Nach dem Anlegen findest du in den Projekteinstellungen die Projekt-ID – eine kurze Zeichenfolge wie abcdefghij. Kopier sie.

📷 Bild-Platzhalter – bitte ersetzenClarity-Dashboard: Projekt-ID in den Einstellungen

Schritt 2: Plugin installieren

Kauf das Plugin im Shopware Store und installier es in deiner Shopware-Administration unter Erweiterungen → Meine Erweiterungen. Nach der Aktivierung erscheint es in der Liste deiner aktiven Plugins.

Schritt 3: Projekt-ID eintragen & Datenschutz konfigurieren

Öffne die Plugin-Konfiguration und füg deine Clarity-Projekt-ID ein. Anschließend legst du die Datenschutz-Optionen fest:

📷 Bild-Platzhalter – bitte ersetzenPlugin-Einstellungen: Projekt-ID und Datenschutz-Schalter

Schritt 4: Consent & Funktion prüfen

Öffne deinen Shop in einem privaten Browserfenster. Im Cookie-Banner erscheint Clarity nun in der Gruppe „Statistiken“. Stimm zu und surf ein paar Seiten. Nach wenigen Minuten tauchen im Clarity-Dashboard die ersten Aufnahmen und Heatmaps auf.

Tipp: Test den kompletten Kaufprozess einmal selbst – vom Produktaufruf bis zur Bestellbestätigung. So siehst du sofort, dass alle Funnel-Events sauber in Clarity ankommen.

Saffer IT

Praxisbeispiel: Warenkorbabbrecher verstehen

Ein Modehändler wunderte sich über viele Abbrüche im Checkout. Dank des Funnel-Trackings filterte er in Clarity gezielt Sitzungen mit dem Event begin_checkout, aber ohne purchase – und mit einem Warenkorbwert über 100 €. Die Aufnahmen zeigten: Auf dem Smartphone verdeckte ein Gutschein-Feld den „Weiter“-Button. Ein kleiner CSS-Fix – und die mobile Conversion stieg messbar.

DSGVO: Das solltest du beachten

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Prüf die konkrete Umsetzung mit deinem Datenschutzbeauftragten.

Fazit

Mit Microsoft Clarity und unserem Shopware-Plugin verstehst du das Verhalten deiner Kunden in wenigen Minuten – kostenlos, DSGVO-konform und ohne Programmierung. Statt nur Abbruchraten zu sehen, siehst du die Ursachen.

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